… im anerkennenden Umgang

Wertschätzung ist ein menschliches Grundbedürfnis und sollte im Arbeitsleben nicht zu kurz kommen. Ehrliche Anerkennung kann die Gesundheit der Beschäftigten fördern, sowie ihre Produktivität und die Identifikation mit dem Unternehmen steigern. Werden die Leistungen gesehen, und fühlt man sich als Person akzeptiert, so wirkt sich dies positiv auf das Wohlbefinden und das Betriebsklima aus. Wer sich wohl und angenommen fühlt, wird selbstbewusster, traut sich mehr zu und engagiert sich mehr. Ausbleibende Wertschätzung führt zu Unzufriedenheit, Selbstzweifeln und mangelnder Motivation — dies kann der Gesundheit schaden. Denn, wenn sich die Psyche gekränkt fühlt, kann auch der Körper krank werden.

Anerkennung und Lob  zu bekommen tut jedem gut, bestärkt und motiviert. Daher sollte man den weitverbreiteten Leitsatz: „Nicht geschimpft ist Lob genug.“ möglichst wieder vergessen. Übrigens freuen sich auch Führungskräfte über positive Rückmeldungen ihrer Angestellten. Der Wunsch nach Anerkennung ist uns allen gemeinsam, deshalb ist es umso wichtiger, diese immer wieder zu formulieren. Ein „Danke für die schnelle Erledigung.“ oder „Wie gut, dass ich mich auf Sie verlassen kann.“ wirkt nachhaltig und positiv.

files/vision/img/Zitat.pngAnerkennung wirkt nachhaltig: Kaum etwas prägt sich einem Menschen so stark ein wie ein liebenswürdiges Lob oder Kompliment. Er erinnert sich auch noch Jahre später daran, wie es formuliert war und in welcher Situation er es erhal ten hat. Am besten aber erinnert er sich daran, wer ihm die betreffende Anerkennung geliefert hat. Anerkennung ist deshalb ein ,Beziehungs-Bindemittel‘ erster Güte.Anerkennung ist Motivation in ihrer schönsten Form. Stefan F. Gross: „Beziehungsintelligenz“

files/vision/img/Zitat.pngZu einem achtsamen Umgang mit Mitarbeitern gehören auch Lob und Wertschätzung. Viele Beschäftigte ­fühlen sich und ihre Leistungen nicht ­richtig gesehen. Chefs müssen sich Zeit nehmen für ihre Mitarbeiter, Feedback geben zu ihren Leistungen und Wertschätzung vermitteln. Dies gilt umso mehr, wenn sich Unternehmensstrukturen ständig wandeln. Dann ist der Vorgesetzte häufig der letzte Fels in der Brandung. 
Prof. Dr. Antje Ducki, Arbeits- und Organisationspsychologin

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